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PORTRAITS

Ten Years After (GB)

Es gibt Bands, bei denen die pure Nennung des Namens den Fans Glanz in die Augen treibt. Ten Years After gehören dazu. Ihr Stil ist einmalig und der Sound der Band unverwechselbar. Und auch wenn sie schon mehr als 30 Jahre dabei sind – richtig alt sind sie nicht geworden. Jetzt machen sich "TYA“ wieder auf zu einer Tournee und zelebrieren den unsterblichen Sound, der sie selbst spätestens seit dem Woodstock-Festival von 1969 unsterblich gemacht hat.

 

Ten Years After ist eine britische Bluesrock-Band, die 1967 von Leo Lyons und Alvin Lee gegründet wurde. Dabei stand der Start ihrer Karriere unter keinem guten Stern, denn damals, so um 1967/68 wollte die breite Masse zunächst von Blues-Rock wenig wissen. Aber die Band ließ sich nicht beirren, machte weiter ihre Musik, die sich nicht an Hitplatzierungen orientierte. Eine Musik, die letztlich alle Moden überleben sollte: Den Blues. Den ersten Platten folgten Tourneen durch Europa und vor allem durch die Staaten.

 

Und dann: Woodstock: Ten Years After spielen sich an den Zenit, und sind spätestens seit diesem Tag auf der Bühne eine einzigartige Offenbarung. Ein Umstand der sich bis heute nicht geändert hat, denn ihr Bluesrock kommt frisch und unverkrampft daher, mitreißend der Rhythmus, hinreißend die Soli und umwerfend das perfekte Zusammenspiel der vier Musiker: Ric Lee am Schlagzeug,  Leo Lyons am Bass, Keyboarder Chick Churchill und Gitarrist Joe Gooch übertragen kraftvoll und erfolgreich ihre Musik aus den 60er hinüber ins junge Jahrtausend.

 

Bereits 1960 traten Leo Lyons und Alvin Lee gemeinsam in verschiedenen Gruppen auf, so in Jayman, Mansfield, Atomities und anderen. Mit den Jaymans (mit Sänger Ivan Jay und Schlagzeuger Quickmire) spielten sie sehr erfolgreich in Hamburg. In dieser Zeit traten auch die Beatles im Hamburger "Starclub" auf. Später wurde Quickmire durch Ric Lee (nicht verwandt mit Alvin Lee) ersetzt. Nach Fernsehauftritten in der "Saturday Night Sunday Morning" Show wurden sie bekannter und tourten in der Gegend von Nottingham. Ihr (Kurzzeit) Roadie Chick Churchill wechselte die Seite und setzte sich selbst an die Orgel. Der Clubmanager Chris Wright erkannte das musikalische Potenzial und verhalf zu Auftritten in diversen Clubs. Sie wollten ohne Ivan Jay bekannt werden und suchten nach einem passenden Namen. Die "zehn Jahre" aus dem Bandnamen beziehen sich anderslautenden Gerüchten zuwider aber weder auf Elvis Presley noch auf den Rock 'n' Roll. Blues Trip, Blues Yards und Life Without Mother waren die ersten Ideen für einen Bandnamen. Dann las Leo in der Zeitung über "Zehn

 

Jahre nach dem Ende der Wehrpflicht in U.K. …" [1] und Ten Years After war entstanden.

Ihr zweites Album Undead enthielt die Hitsingle I’m Going Home. Es folgte Stonedhenge, das in England ein Hit war, und der vielbeachtete Auftritt der Band 1969 beim Woodstock-Festival: Gegen 20:00 Uhr begann der 90-minütige Auftritt der Band, die ziemlich rastlos nach einem Konzert mit Nina Simone aus St. Louis angereist waren. Da der Regen die Luftfeuchtigkeit verändert hatte, musste die Band während ihres ersten Songs Good Morning Little School Girl nach ca. einer Minute abbrechen, um die Gitarren erneut stimmen zu können. Nach dem regulären Set folgte die Zugabe I’m going home, während Alvin Lee fast zehn Minuten lang sein Instrument bearbeitete. Dies war der einzige Song des Auftritts, der von der Filmcrew aufgenommen wurde. Sie hatte mit drei Kameras begonnen zu filmen, von denen allerdings bei einer in der Hälfte des Auftritts der Film am Ende angelangt war. Für die Dreifach-Splitscreen-Version des Films wurde deshalb gegen Ende das gespiegelte Filmmaterial der rechten Kamera benutzt, um die Lücke zu füllen.

Nach einigen weiteren Erfolgen, vor allem dem Live-Doppelalbum Recorded Live von 1973, brach die Gruppe 1974 auseinander. 1988 gab es eine Wiedervereinigung für einige Konzerte und ein weiteres Album: About Time (1989). 2004 erschien das Album Now in beinahe Originalbesetzung (Alvin Lee wurde durch Joe Gooch ersetzt) und es wurde eine Tournee zum Album veranstaltet. Dabei wurde einiges Material mitgeschnitten und 2005 als Doppelalbum Roadworks veröffentlicht. Bei ihren Auftritten in Deutschland im Juni desselben Jahres ließ die Band einige Auftritte aufzeichnen, damit gegen Ende des Jahres eine DVD veröffentlicht werden kann. So wurde im Jahr 2005 der Auftritt auf dem Burg Herzberg Festival aufgezeichnet. Auf der DVD über das Burg Herzberg Festival 2005 (WDR Rockpalast/Herzberg Verlag) sind zwei Titel von Ten Years After enthalten.


www.ten-years-after.com

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