Wenn jemand “Mr. Becks” heißt, woran könnte das liegen? Alkohol?? Ähm... Nein!! Ideenlosigkeit?? Sicher nicht!! Humor?? Wäre möglich!! Sponsor-Vertrag?? Wäre nett!!!!…Um es mit seinen Worten zu sagen: Bei mir fließen Reime in Strömen, Baby, langsam musst du dich an Rap gewöhnen… Also machen wir mal ein Fass auf, oder noch besser, wir schauen mal tief in die Flasche!
Hätte irgendwer geglaubt das Mr. Becks, bevor er zum Rap kam, tatsächlich DreamDance gehört hat?! Autsch! Stimmt auch nicht! War nur ein interessanter Ansatz. Oder war‘s doch so?! ...Angefangen hat alles 1998. Ironischer Weise mit Miami Bass, genauer gesagt mit “Whoop there it is”. Selbst das scheint im Vergleich zu DreamDance... genug davon... Becks nahm das Miami-Zeugs recht ernst und begann fortan auf der Blackmusic-Welle mitzuschwimmen. Ohne Hut und Sonnenschirmchen natürlich.
Durch seinen Homie “P art” (aka Patrick) beeinflusst fand Becks schnell zum US-Hip Hop. Crews wie Cypress Hill und der Wu-Clan waren seine ersten bleibenden Eindrücke. Die Kultur und die Art der Musik taten es ihm an. Ein Aspekt ganz besonders – das Boarden. Darin fand er schnell eine Art Bestimmung und machte es sich zur Aufgabe wirklich gut darin zu werden. Beinahe drei Jahre loderte seine Leidenschaft für Street-Skateing. Inzwischen hatte sich “P art” ein Set Turntables zugelegt und hegte den Wunsch Dj zu werden. Und wie das bei Bestellungen aus dem “Elevator” so läuft, gabs zum Mischpult ein Mic for free. Ein erster Step.
In unzähligen “Underground Keller-Sessions” machte sich Becks einen Spaß daraus über Instrumentals und Beats zu rappen. Und wurde von Mal zu Mal besser. Sein Ding, heute wie damals, Freestyle!
Nachdem “P art” einen kurzen aber lehrreichen Abstecher beim Reim-FBI in Chemnitz hinter sich ließ, schlossen er und Mr. Becks den Entschluss fortan fest zusammenzuarbeiten. Tag-Team eben! Immer wieder traf man sich zu Sessions und kleinen Gigs. Recht schnell wurde der Keller zu klein und die Nerven der Mitbewohner dünner. Eine Alternative musste her und diese wurde schließlich im Jugendhaus Roßwein gefunden. Als Becks 17 Lenze zählte begann er die ersten Tracks zu schreiben, zeitgleich bastelte Patrick an seinen ersten eigenen Beats. Doch egal wie viele Texte Becks zu schreiben versuchte, das Freestyle-Ding lag ihm einfach im Blut und wurde zu seiner Definition von Rap. Das Duo traf sich wann immer es möglich war, wodurch im Laufe der Zeit eine gewisse Ernsthaftigkeit Einzug hielt. Durch die Arbeit (und die Partys) in Roßwein lernte Becks “Weedness” aka Frank kennen. Nach langen durchgezechten Nächten und einigen nüchternen Gesprächen, rauchten P art, Becks und Weedness Friedenspfeife und als sich der Qualm lichtete war sie da, die neue Crew: Hausnummer 3, kurz HNR3.
“Huch, there is is...” Zusammen mit den Jungs von HNR3 kickte Becks nun nicht mehr nur “Becksstage” Reime und Freestyles. Kleine Gigs und Partys wurden organisiert, hier und da fiel ein Konzert ab und Features durften auch gegeben werden. Die Freude darüber währte allerdings nur kurz. Gezwungener Maßen zog Becks 2003 nach Dresden. Wodurch der direkte Kontakt zu HNR3 imens litt und gemeinsame Projekte auf der Strecke blieben. Doch schon kurze Zeit später fand Becks in Dj Access einen kompetenten und hilfreichen Partner in Double-D. Die Chemie stimmte und gipfelte im Dresden All-Star-Track “Was Jetzt?”. Eine Erfahrung für Becks, für welche er heute noch dankbar ist.
Derweil rollte das Skateboard nur noch zum Biertransport und fing mehr und mehr Staub. Schlussendlich machte Becks das, was man mit einem Brett üblicher Weise tut, er hängte es an den Nagel – im Gegensatz zu den Brettern auf denen er nun all zu gern stand. So wurde die Bühne endgültig zu seinem zu Hause und mehr noch, er ging eine neue Ehe ein – Mr. Freestyle verliebte sich in Mrs. Battle-Rap. Nach anfänglichen Misserfolgen startete er 2004 voll durch und gewann einen Großteil der Battles an denen er teilnahm. Mic-Fights in Chemnitz, Spremberg, Erfurt und Leipzig konnte er siegreich abschließen. Beim ein Jahr andauernden “Battle of the Month” wurde er Zweiter der Gesamtwertung in Dresden und auch die Teilnahme am “Splash Contest” bewies sein Können.
Bei einer der zahlreichen “BOTM”-Partys lernte Becks einen Typen namens Jiggy kennen. Man verstand sich. Gut, Besser, . (nicht noch mehr Werbung). Becks und Young Jiggy verband in kürzester Zeit mehr als Partyexzesse und Unterhaltungen. Durch diese Freundschaft fand Mr. Becks schließlich zur P4B Crew, welcher Jiggy angehörte. Man empfing Becks mit vollen Gläsern und im Mai 2005 stieß das Team auf das offizielle vierte Mitglied an... Gigs, Remixe, Konzerte, Tracks und eine Menge Freestyles sollten folgen... und werden... Prost!!!