Scheinwerferspots, dumpfes Bassgehämmer, unzählige Shirts schwirren durch die Luft und die tobenden Partypeeps feiern ausgelassen – Break – “Who Am I” – wieder Break – “Dj Fake Motherf*#$%”... “Who?” Dj Fake!... “Wer? Der Typ an den Turntables – achso...” So oder ähnlich ergeht es vielleicht dem einen oder anderen Partygänger und Gast in den Clubs der Stadt. Dabei ist Fake’s Name in und um Dresden dennoch kein unbekannter. Zeit also den Backspin zu ziehen und die Scheibe auf die erste Rille zu setzen.
Track 1: Nachdem “Fake” 1998 die ersten Versuche als Dj in Angriff genommen hatte, machte er seine neu gewonnene Leidenschaft recht bald zum Lebensinhalt. Die ersten Schritte waren mühsam und das “Taschengeld” reichte kaum um ein einzelnes Case zu füllen. Dennoch sammelte er Erfahrungen, Kontakte und Eindrücke und wurde mehr und mehr vom Partygänger zum Partymacher. So wurden eigene Events geschaffen und kleinere Gigs schufen eine gewisse Grundlage. Equipment und Skills wuchsen im Laufe der Zeit, alsbald auch die Anzahl der Bookings.
Track 2: Als er zur Jahreswende 2000/2001 zum Resident im S.t.u.d.i.o. wurde, erhielt er die Chance eine ganz eigene Homebase zu schaffen. Black-Music-Anhänger und neu gewonnene Freunde wurden schnell zu treuen Gästen, die noch heute die Samstage mit ihm zusammen feiern. Unter ihnen Ashas, der im Verlauf vieler Partys und Gespräche zu mehr als einem Besucher auf Zeit wurde. Fake’s nun ausschließliche Liebe zur Black-Music und seine Begeisterung für Hip Hop und Rap trieben ihn an mehr als ein Club-Dj zu bleiben und er wagte die ersten Arbeiten in Richtung Mixtapes und Remixe. Wohl gemerkt natürlich nicht von heute auf morgen, denn Zeit und Reife lassen sich nicht pitchen. So tragen bis heute etwa zehn “Tapes” und eine Reihe unterschiedlichster Remix-Tracks die Handschrift des Vinyldichters.
Track 3: Die über die Jahre gesammelten Erfahrungen und Connections verschafften ihm zunehmens Aufträge in ganz Deutschland. Hof, Rostock oder Frankfurt/Main waren nur einige wenige Anlaufpunkte. Die mittlerweile auf über 6000 Stück angewachsene Plattensammlung gibt Fake dabei immer den gewissen Rückhalt um auf die Wünsche, Geschmäcker und Trends der jeweiligen Locations eingehen zu können. Den Takt seiner Herzfrequenz gab und gibt aber immer Double-D vor. Persönlich bevorzugt er partylastige und “pumpende” Mucke und streut auch gern den einen oder anderen Klassiker ein. Getreu seinem Pseudonym sorgen ganz eigene musikalische “Überraschungen” dann zusätzlich für den sogenannten “Fake-Style”.
Track 4: Nach und nach wuchs ab 2001 nicht nur die Bindung zu den heimischen Clubs und Partygängern, auch die Beziehung zum bereits erwähnten Ashas sollte ihren Fortbestand haben. Aus der anfangs unbefangenen Dj-Mc-Collabo wurde bald eine enge Freundschaft, die 2004 in der Gründung von P4B gipfelte. Dieses Projekt, welches zu Beginn reinweg eine Basis für Eigenproduktionen werden sollte, entwickelte sich in den folgenden zwei Jahren so rasant und motivierend, dass “Fake” damit nicht mehr nur die Liebe und Leidenschaft zur Musik nach außen tragen wollte und will, sondern nun auch ganz gezielt musikalische Zeichen setzen möchte. In seinen Funktionen als Dj, Produzent und Manager setzt er alle mobilisierbaren Kräfte ein um 2006 mit einem anspruchsvollen Ton-Studio jeden musikalischen Wunsch auf hohem Niveau in die Tat umsetzen zu können.
Track 5: Dank dem massiven Support von Partygästen und Freunden bleibt eines bei Dj Fake nie auf der Strecke; der Spaß und die Freude an Musik. Gleich ob sich vor 150 oder 5000 Leuten die Plattenteller drehn, ob Radioshow oder Mega-Event, Resident oder Aftershow - wenn ihr feiert, feiert er mit. Got it twisted... Die Nadel kratzt sanft über das schwarz-orange Label auf dem zu lesen ist “Rhymes & Vibes keeps The Flyest”... Cut!