The Mocks -40 Jahre unter Wasser – und taufrisch-

Nein, alltäglich ist die Geschichte von The Mocks aus Dresden nun wirklich nicht. Zusammengefunden im Jahre 1963 an der Nordseeküste, wollte es das Schicksal, dass die vier Musiker über 40 Jahre in einem U-Boot eingeschlossen waren – bis vor zwei Jahren ein koreanischer Student die Vier durch eine Forschungsarbeit aus der Versenkung holte.
„Wir machen Beatmusik, wie viele Bands in den frühen 1960er Jahren des letzten Jahrhunderts“, bringt Sascha Mock, Schlagzeuger der Band The Mocks aus Dresden, die musikalische Botschaft der fünf Musiker relativ einfach auf den Punkt. The Mocks, dass sind Ronny „Norbert Neumann“ Noack (Bass), Christian „Günter Zippel“ Cieplik (Gitarre), Sascha „Uwe“ Mock (Schlagzeug), Christoph „Hans-Peter“ Mangel (Gesang) und der Neuzugang Lars Mäurer an der Orgel. „Unser Verhältnis zu U-Booten ist mittlerweile sehr schlecht“, fügt Sascha Mock in einem Atemzug hinzu. Wen wundert’s. Glaubt man der Sage um die Band, dann waren The Mocks über 40 Jahre in einem U-Boot, dem damaligen Proberaum der Band, an der Nordseeküste eingeschlossen, ernährten sich von der Ware eines ansässigen Würstchenverkäufers, der durch die treue Kundschaft sein Geschäft bis in die dritte Generation führen konnte, und wurden erst durch einen koreanischen Studenten und eine Bürgerinitiative aus ihrem Gefängnis befreit. Wäre da nicht die Sache mit dem Bandnamen.
Übersetzt bedeutet der etwa vorgetäuscht, unecht oder Schein. Und auch die Songs von The Mocks klingen oft seltsam vertraut: „Es gibt immer wieder Stimmen, die behaupten, wir sind gar nicht so alt und unsere Songs haben wir gar nicht selbst geschrieben, sondern es seien so genannte Coverversionen. Schenkt man diesen fiesen Stimmen glauben, passt der Name natürlich wie die Faust aufs Auge“, erzählt Sascha Mock. Und so kommt man der Wahrheit langsam näher.
Eigentlich macht die fünfköpfige Band erst seit 2007 gemeinsam Musik, transportiert die Beatmusik der 1960er auf Bühnen im 21. Jahrhundert und verfolgt ein ehrenwertes Ziel: „Wenn nach einem unserer Konzerte herauskommt, dass die Musik der 1960er Jahre viel cooler war, als alle LaFees zusammen, dann ist das das Beste, was passieren kann“, umreißt Mock die musikalische Vision. Und wer „schon immer mal wissen wollte, was diese Beatmusik eigentlich ist“, der sollte sich guten Gewissens mal auf ein Konzert der Band verirren. Denn ein Album ist geplant, einen genauen Zeitpunkt gibt es aber noch nicht. Na, hoffentlich dauert es nicht wieder 40 Jahre. (fs)
www.themocks.de
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