- Name:
Spurensuche im Weinberg
- Ort:
- Schloss Wackerbarth
- Datum:
30.08.2009
- Uhrzeit:
11:00 Uhr
- Tickets:
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- Galerien:
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Spurensuche im Weinberg
Zu den „Tagen des offenen Weingutes“ am 29./30. August 2009 öffnet Schloss Wackerbarth erstmals die königliche Weinbergslage „Goldener Wagen“ für Besucher. Zu sehen ist der älteste Haus- und Mauerrebstock Deutschlands, wie eine Studie zur „Erfassung Rebengenetischer Ressourcen in Deutschland“ des Bundesministeriums für Landwirtschaft feststellte.
Der „Goldene Wagen“ unterhalb des Spitzhauses ist einer der eindrucksvollsten Weinberge des gesamten sächsischen Weinanbaugebiets. Einige hundert Jahre wurde hier bereits Weinbau betrieben, als August der Starke diesen Weinberg zu seinen königlichen Besitztümern auserkor. Aus dieser Zeit stammt der imposante Rebstock der Sorte „Frühe Leipziger“. Auf Grund des Stammumfangs an der Basis schätzt Andreas Jung, der als Spezialist die Studie für das Bundeslandwirtschaftsministerium durchführte, das Alter der Pflanze auf etwas 250 Jahre oder älter. Jung: „ Es ist der älteste Rebstock, den ich als Mauer- bzw. Hausrebstock in Deutschland gefunden habe“.
Die Sorte „Frühe Leipziger“ gehört zu den mittelalterlichen Seidentrauben. Sie wurden während der kleinen Eiszeit um 1520 nach Mitteleuropa importiert. Ihr Name erinnert an Ihren Ursprungsort an der Seidenstraße in Georgien. Im Gegensatz zu den damals heimischen Sorten reiften die Trauben sehr früh aus; ein wichtiger Vorteil bei der damaligen Klimaabkühlung. Dieser Vorzug brachte ihr später in Sachsen den Beinamen „Frühe Leipziger“ ein.
Am 29./30. August kann der Rebstock mit fachkundiger Erklärung in Augenschein genommen werden. Sein Umfang bedeckt eine komplette Weinbergsmauer und bildet eine stattliche Pergola auf der darüber liegenden Terrasse. Hier wird das Staatsweingut für diese Tage eine Straußenwirtschaft einrichten.
29./30. August 2009 „Tage des offenen Weingutes“
Schloss Wackerbarth: Führungen durch die Manufaktur von 11.00-18.00 Uhr
Straußenwirtschaft am Goldenen Wagen
Öffnungszeiten: 11.00-18.00 Uhr
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die ältesten Rebstöcke Deutschlands sind 5 ausgewilderte Orleans-Reben an der Nahe am Disibodenberg (ehemalige Weinbergslage des Klosters Hildegard von Bingen), diese stammen vermutlich aus dem Mittelalter
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das Alter eines Rebstockes schätzt man aufgrund des Stammumfangs an der Basis und der Gesamterscheinung. Der Kern im Inneren des Stammes ist hohl, so dass dendrologisches Zählen der Ringe – wie bei Bäumen - nicht möglich ist
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der Traminer-Rebstock am Kloster „Heiliges Kreuz“ in Sachsen ist laut dieser Studie um 1850 gepflanzt worden (also ca. 100 Jahre jünger)
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eine Rebe der Schwestersorte Agostenga (im August reif) unseres Rebstockes steht als 150 jähriger Hausstock an einem alten Fährhaus an der Saale
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beide Sorten werden heute noch im Wallis angebaut, wo sie „Frühe Blanckwelsche“ genannt werden (in Sachsen, am Bodensee und im Elsass „Frühe Leipziger“, in Österreich wird die Rebsorte als Rosinentraube bezeichnet) Kategorie: Freizeit Tweet
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