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Kultur
- Name:
Licht an !
- Ort:
- Herkuleskeule
- Datum:
29.06.2006
- Uhrzeit:
19:30 Uhr
- Tickets:
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- Galerien:
- aus dieser Location
-
Licht an! Das heißt vor allem Gehirn einschalten. Für alle, die eins haben und politisch provozierende Satire samt schwarzer Galligkeit lieben, genau das richtige Programm, das nach den längst zum Kult gewordenen SZ-Kolumnen von Wolfgang Schaller entstanden ist. Mit Rainer Bursche und Michael Frowin. „Prasselnder Beifall, Vollblutkabarettisten, glänzende Textmontagen“, titelten die Zeitungen. Hochaktuelles Kabarett.
Wer wie Wolfgang Schaller seit 35 Jahren mit seinen Texten das Gesicht eines der bekanntesten deutschen Kabaretts prägt, braucht eigentlich keine verbalen Elogen mehr. Aber Schaller gesteht, dass er es nahezu mit kindlicher Freude genoss, als ihm kürzlich Dieter Hildebrandt seine Hochachtung aussprach und ihm „das bleibende Vertrauen seiner Anhänger, wozu ich gehöre“ wünschte. „Ich bin gespannt“, schrieb sein Freund Peter Ensikat, „wann die Schallersche Art der Satire so aus der Mode kommt, dass sie einer als den letzten Schrei entdeckt.“ Den Vorwurf, unmodernes Kabarett zu produzieren, ignoriert Schaller. Er will nicht modisch sein. Er hängt noch der Illusion nach, politisches Kabarett müsse den Spaß ernst nehmen. Davon zeugen auch seine Kolumnen, die für viele Leser der „Sächsischen Zeitung“ längst Kult geworden sind und über die der Rezensent Hans-Dieter Schütt schrieb: „Diese Satiren haben einen Biss, der nicht aufhört zu lächeln. Hier beist ein freundlicher Böser.“ Aber die Zeitung von heute ist Altpapier von morgen. Und so lag der Gedanke nahe, diesen Kolumnen aus 15 Jahren neues Leben einzuhauchen. Entstanden ist aktuelles Kabarett, das Zeitgeist und Geisterzeit Revue passieren lässt.
Dem eifrigen SZ-Leser und Keulenbesucher wird Bekanntes neu und Neues bekannt vorkommen. Weil sich in diesem Programm Altes mit Neuem zusammenfindet. Eben alles Gute von Schaller.
Der Autor hatte Glück: Er fand in Rainer Bursche und Michael Frowin zwei Kabarettisten, die mal mit und mal ohne Streit immer Mitstreiter waren. In unheiliger Dreieinigkeit vereint das Trio gleicher Sinn und gleiche Wut. Und weil die beiden Akteure so unverschämt in Schallers Texte reinredeten, entschloss der sich, auch den Regiehut, den er sich sowieso nicht gern aufsetzen wollte, mit ihnen zu teilen.
Im Geiste eins, treffen Bursche und Frowin in all ihrer Unterschiedlichkeit aufeinander. Da ist der eine, der nicht sagen muss, dass er aus dem Osten kommt. Man merkt es nicht nur an seinem gepflegten Sächsisch. Er spielt den kleinen Mann von der Straße, den jeder umarmen möchte, aber vor dem man zuweilen jäh erschrickt, wenn man ihn am Stammtisch trifft. Rainer Bursche wechselte vor zwölf Jahren vom Amateur- ins Profikabarett. Er kam, sah und siegte. Dass ihn jeder für einen guten Kumpel hält, kann man nicht spielen. Man muss es sein.
Und da ist der andere: Gar nicht typisch Wessi, aber laut Textbuch irgendwie doch. Das gefällt ihm gar nicht. Michael Frowin, einst als jugendlicher Liebhaber durch die (west)deutschen Theater wandernd, sich Chansonpreise ersingend und auch zur Zeit wieder als Kabarett-Texter, Opern- und Revuelibrettist und Regisseur gleichzeitig unterwegs, landete vor vier Jahren als Solokabarettist im Hafen des Keulenensembles, nennt inzwischen Dresden seine Heimat, spricht aber immer noch besser Hessisch als Sächsisch.
Pressestimmen:
Wolfgang Schallers Kolumnen im Kabarett: „Licht an!“ heißt in der Dresdner Herkuleskeule vor allem „Hirn an!“. - „Zum kleinen Kolumnen-Jubiläum gesellt sich das größere Keule-Jubiläum. Seit nunmehr 35 Jahren schreibt Schaller für dieses, sein Kabarett. Die Herkuleskeule gehört ohne Frage in die erste Reihe des deutschen Kabaretts – und ebenso ihr treuester Texter. Es wirft ein bezeichnendes Licht auf das deutsche Fernsehen, dass es diesen Umstand einfach ignoriert. Die Dresdner aber – und viele Gäste – wissen das Glück zu schätzen, ein Ensemble zu haben, das für bestes politisches Kabarett steht.“ … „Das bewies erneut der prasselnde Beifall, den es für die Premiere des jüngsten Stückes „Licht an!“ am Dienstagabend gab.“ Kategorie: Kultur Tweet
ADRESSE
- Herkuleskeule
- Adresse:
- Sternplatz
01067 Dresden
- Web:
- www.herkuleskeule.de
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