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Konzert
  • Name:
  • MARILYN MANSON + special guest

  • Ort:
  • Junge Garde
  • Datum:
  • 11.06.2009

  • Uhrzeit:
  • 21:00 Uhr

  • 4.8 / 8 bei 6 Bewertungen

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  • Galerien:
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MARILYN MANSON + special guest

MARYLIN MANSON Special Guest: PAPA ROACH

Zwei Jahrzehnte im Schockzustand



Der amerikanische Schock-Rocker Marilyn Manson bietet auf dem neuen Album zwar wenig Neues, findet jedoch zu alter Stärke zurück.

Pünktlich zum Mauerfall, 1989, begann auch die Ära des sogenannter Schock-Rockmusik, eingeläutet vom ehemaligen Foto-Journalisten Brian Warner, alias Marilyn Manson. 20 Jahre später steigt das Enfant Terrible des gesitteten Amerika mit dem Album „The High End Of Low“ erneut empor und erfüllt damit vor allem die Erwartungen seiner Anhänger.
War bereits sein letztes Studioalbum „Eat Me, Drink Me“ von ruhigerem Unbehagen durchzogen, gibt sich Marilyn Manson – sein Name setzt sich aus Marilyn Monroe und dem Massenmörder Charles Manson zusammen – wieder weniger aggressiv als in den Jahren davor. Auch die neue Scheibe beginnt bei „Devour“ mit eine deutlich weniger Hass-getränkten Stimme. „Mein Schmerz schämt sich nicht vor Wiederholungen“, singt Manson, der offenbar noch immer mit seiner künstlerischen Stoßrichtung hadert. Trotz vielfacher Ankündigungen, er würde nie wieder ein Album aufnehmen, setzt der exaltierte Showman sein Bühnenleben fort, als hätte es keine Kreativ-Pause und Exkurse in die Malerei gegeben.

Solide Schauermomente

Obwohl Mansons Glanzzeiten, nach tatsächlich schockenden Show-Eskapaden als menschlicher Roboter („Mechanical Animals“) und Diktator vor dem Rednerpult („The Golden Age Of Grotesque“), längst vergangen sind können sich seine Anhänger auf bewährte Klänge freuen: Satte 16 Titel mit nahezu anderthalb Stunden Material bekommen sie in erwartungsvolle Hände. Den grundsätzlich weicheren Ton könnte man aktuell auch als Anpassung an den Zeitgeist deuten. Mit dem Verschwinden der Bush-Regierung und dem Aufstieg Obamas verschwand, zumindest oberflächlich, Mansons Hass-Objekt Nummer eins – das konservative Amerika, dessen Wortführer Manson und seinen offen dargestellten „Sittenverfall“ stets verteufelten. Manson, das war das Sinnbild des Bösen im stark religiösen Amerika. Offenbar gibt es aber immer noch viel zu tun für den extrovertierten Schreihals – Manson bleibt moralischer Freiheitskämpfer – textlich wie musikalisch. In „We’re from America“ und „Black And White“ blitzt sein Anliegen besonders deutlich auf: „Gott ist tot, aber Gott ist noch immer weiß“ – Manson will der Dorn im Auge stark religiöser Amerikaner bleiben. „Wir glauben nicht an die Glaubwürdigkeit, weil wir einfach unglaublich sind“ – Mansons offene USA-Kritik zieht noch immer.
Gesanglich zwar auf der Höhe von wirklich schockenden Alben wie „Antichrist Superstar“ und „Holy Wood“ liefert er eine grundsolide Leistung ab. Hörenswert bleiben vor allem auch seine apokalyptischen Balladen wie „Running To The Edge Of The World“ und „Unkillable Monster“. „Leave A Scar“ hat das Zeug zum Hit.
Ob Marilyn Mansons neue Show auch neuen Wind in die düstere Rockmusik-Welt bringt, wird sich am 11. Juni zeigen: Dann spielt der amerikanische Anti-Held ein Open-Air-Konzert in der Junge Garde.

„The High End Of Low“, Interscope/Universal, VÖ: 22.5.09
Konzert am 11.6. in der jungen Garde, Support: Papa Roach


www.marilynmanson.com

 

Kategorie: Konzert
ADRESSE
  • Junge Garde
  • Adresse:
  • Karcher Allee - Großer Garten
    01219 Dresden
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