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Freizeit
  • Name:
  • Filmabend | Bonjour Tristesse | auf der Suche nach der verlorenen Stadt

  • Ort:
  • Scheune
  • Datum:
  • 01.12.2009

  • Uhrzeit:
  • 20:00 Uhr

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Filmabend | Bonjour Tristesse | auf der Suche nach der verlorenen Stadt

Filmabend | Bonjour Tristesse | auf der Suche nach der verlorenen Stadt

Di 1.12. | 20 Uhr | scheune | Alaunstraße 36|40

 

riesa efau. Kultur Forum Dresden lädt am Dienstag, dem 1. Dezember um 20 Uhr zu einem Filmabend im Rahmen der Ausstellung OHNE UNS! in die scheune ein.

Filmen verboten! Dieses Gesetz galt vor zwanzig Jahren in der Neustadt. Daran hielten sich im Zonenrandgebiet Neustadt nicht alle. Und so lassen sich heute die Dokumente der ersten Szene-Siedler/innen bestaunen, die in den Achtzigern ihre ersten Regieversuche unternahmen. Mit Super8 und 16mm-Kamera, Zappa-Soundsystem und Underground-Bettlaken-Projektionsshow kamen Neustadt-Originale vors Objektiv. Zu sehen sind ‚Kinder der Neustadt’ von Johann Anderson und Stefan Schilling (1988), ‚David’ und ‚Kohlenlothar’ von Wolfgang Scholz (1988) sowie ‚Auf der Suche nach der verlorenen Stadt’ von Thomas Claus (1990). Im Gespräch mit Nils Werner sind Thilo Schimenz und Thomas Claus.

 
 

Kinder der Neustadt

1988, Super8-Mehrfachprojektion, 4min

Regie: Stefan Schilling, Johann Anderson

 

Inmitten von Brachen, Abrisshäusern und Ruinen tobt das Leben. Die Kinder der Neustadt - anno 1988, eine Spezies für sich.

 
 

David

1988, 16mm, 5min

Regie, Kamera, Ton, Schnitt: Wolfgang Scholz

 

Kurzfilm über einen 7-jährigen Jungen drei Tage vor der Ausreise mit seinen Eltern aus der DDR in den ‚Westen’. ‚Als ich von der Ausreisegenehmigung erfuhr, blieb mir nur wenig Zeit, um mich für diese Beobachtung mit einer 16mm-Kamera zu entscheiden. Wichtig waren für mich Fragen und Beobachtungen zu seinen ‚Besonderheiten’, was ihn speziell macht: die langen blonden Haare, wo andere ihn damit ärgern, dass sie behaupten, er sei kein Junge, seine Lust Klavier zu spielen und seine Vorstellung vom ‚Westen’, in den er reist, ohne zu wissen, ob er je zurückkehren darf.’ (Wolfgang Scholz)

 
 

Kohlenlothar

1989/90, 16mm, 13min

Regie, Schnitt: Wolfgang Scholz

Kamera: Jürgen Rehberg

 

Dokumentarfilm über den letzten Kohlenfahrer Dresdens, der die Braunkohlenbricketts noch mit dem Handwagen ausfährt. Bonjour Tristesse - oder der sozialistische Gang der Dinge im ältesten Stadtteil Dresdens.

 
 

Auf der Suche nach der verlorenen Stadt

1990, 35mm, ca.40min

Regie: Thomas Claus

 

Eine Beobachtung zwischen Währungsunion und Wiedervereinigung in einem
Dresdner Stadtteil, der abgerissen werden sollte. Dresden-Neustadt, Sommer 1990, in der Rothenburger Straße parken ein Wartburg und ein Trabant. Die  Häuser sind baufällig, die Bewohner skeptisch und die Geschäfte leer: es herrscht ‚Nachwendezeit’. Ein halbes Jahr ist
seit dem Fall der Mauer  vergangen, die ersten freien Wahlen liegen ein Vierteljahr zurück. Eine Gruppe junger Filmemacher des DEFA-Studios für Trickfilme begeben sich auf Spurensuche und begleiten Bewohner, Wirte und Künstler zwischen Währungsunion und Wiedervereinigung. Nicht umsonst wurde die 1. Bunte Republik Neustadt in dem Dresdner Stadtteil ausgerufen, der damals als Synonym für die Hoffnungen der ‚neuen’ Zeit galt. Hoffnungen, die sich schon damals als illusorisch herausstellen sollten.

 
 

Pilgrim (1. Szene)

1991, 16mm, ca. 10min

Regie: Tilo Schiemenz

 
 

Tigerlilli

1993, 16mm, 33min

Regie: Tilo Schiemenz

Kamera: Jürgen Rehberg

 

Frau Westhof war eine anstrengende Person, mit der Originalität einer Hexe. Aber wer weiß von ihrer Elfenzeit? Was weiß man überhaupt von einem Menschen wie ihr? Ein Mensch, der bald vergessen sein wird, da er es im Leben zu nichts gebracht hat.

 

Daphnis und Chloe an der Elbe (1.Szene)

1998, 16mm, 5min

Regie: Tilo Schiemenz

 

Der Ring der Kräne der Sanierer schließt sich immer enger um die Neustadt. Wer dort nicht mehr leben will oder kann, flieht auf die Elbwiesen.

Kategorie: Freizeit
ADRESSE
  • Scheune
  • Adresse:
  • Alaunstr. 36-40
    01099 Dresden
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