Barockschloß Pillnitz
Das alte Schloss Pillnitz besteht aus insgesamt drei Gebäuden, dazu gehören das Wasserpalais, das Bergpalais und das Neue Palais. Das Wasserpalais liegt direkt an der Elbe, das Bergpalais am Hang und das neue Palais ist im Osten zu finden. Inmitten der Gebäude befindet sich der Lustgarten, an dem der Schlosspark anschließt. In den Gebäuden sind unterschiedliche Museen untergebracht, wie das Schloss- Museum, die staatliche Kunstsammlung und das Kunst-Gewerbemuseum.
Der Schlosspark macht sich mit einer reichen Bepflanzung attraktiv und er birgt viele seltene Pflanzen, wie die Pillnitzer Kamelie. Die japanische Kamelie ist über 200 Jahre alt und fast 10 m hoch und gehört zu einer der besonderen Sehenswürdigkeiten des Pillnitzer Schlosses Die japanische Kamelie, die man dort im Schlossgarten bewundern kann, ist die älteste ihrer Art in ganz Europa.
Östlich von Dresden, am rechten Elbufer ist der idyllische Ortsteil Pillnitz gelegen, der als beliebtes Ausflugsziel für Dresdner und Touristen gilt. Es ist von Dresde aus bequem rechtselbisch mit dem Bus oder dem Pkw und linkselbisch mit der Straßenbahn und der Elbefähre, die Personen und Pkw's befördert, zu erreichen.
Auch kann man beschaulich vom Terassenufer aus mit einem der Elbedampfer nach Pillnitz schippern. Pillnitz, vor allem bekannt durch die Schloßanlage im "chinesischen" Stil und den Schloßpark mit seinen verschiedenen Gärten und botanischen Raritäten, zum Beispiel die über 250 Jahre alte Kamelie, die jedes Jahr zur Blütezeit im März ein Besuchermagnet ist. Im Bergpalais und Wasserpalais befinden sich die Sammlungen des Staatlichen Kunstgewerbemuseums.
In vielen Gebäuden der Schloßanlage finden ständig thematische Sonderausstellungen statt. Im Roten Saal und in der Parkanlage erfreuen im Sommer Kammerkonzerte und Serenaden die Besucher.
Schloss Pillnitz
01326 Dresden
Telefonnummer 0351 / 2 61 30
Die Pillnitzer Kamelie - Dresdens älteste Japanerin
Aus der Geschichte der ältesten lebenden Kamelienpflanze in Europa
Im Jahre 1767 brachte der Botaniker Carl Peter Thunberg (1743-1828), ein Schüler und Nachfolger Linnés, vier Kamelienpflanzen (Camellia japonica L.) von seiner Japanreise aus Nagasaki in die Royal Botanic Gardens nach Kew bei London. Zwei Pflanzen gelangten anschließend nach Herrenhausen bei Hannover und Schönbrunn bei Wien, eines der Exemplare verblieb in Kew. Die vierte Kamelie kam 1770 als 30jährige Kübelpflanze nach Dresden. Sie ist heute das einzig überlebende Exemplar von Thunbergs Japanreise.
Bereits 1801 pflanzte der Hofgärtner Terscheck sie an einem Ort aus, an dem sie heute noch steht. Von Anfang an wurde sie im Winter abgedeckt, anfangs noch mit Stroh und Bastmatten, später mit Holzhäusern, die auf komplizierte Weise auf- und abgebaut sowie beheizt werden mußten.
Anfang Januar im Jahre 1905 kam es durch einen direkt am Holzhaus angebauten Heizofen zu einem Brand. Durch das bei einer Außentemperatur von -20°C Celsius zu einem Eisberg gefrorene Löschwasser wurde die Pflanze geschützt und trieb noch im gleichen Frühjahr wieder aus.
1992 erhielt die Pillnitzer Kamelie ihr neues, erstmals fahrbares Schutzhaus, in dem Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung durch einen Klimacomputer geregelt werden. Das Haus ist 13,2 m hoch, wiegt 54 Tonnen und umfaßt einen Luftraum von 1864 m³.
Von Mitte Oktober bis Mitte Mai verbringt die Kamelie bei einer Temperatur von 4-6°C Celsius die kalten Monate. In der warmen Jahreszeit wird das Haus neben die Kamelie gerollt, so daß die Pflanze frei im Park steht.
Mittlerweile hat die über 250 Jahre alte Kamelie eine Höhe von 8,60 m, einen Durchmesser von fast 11m und einem Umfang von 33,6 m erreicht. Die Blütezeit fällt in die Monate Februar bis April. Die bis zu 35.000 Blüten sind glockenförmig, karminrot und duften nicht.
Schloss Pillnitz
01326 Dresden
Telefonnummer 0351 / 2 61 30
Die Pillnitzer Kamelie - Dresdens älteste Japanerin
Aus der Geschichte der ältesten lebenden Kamelienpflanze in Europa
Im Jahre 1767 brachte der Botaniker Carl Peter Thunberg (1743-1828), ein Schüler und Nachfolger Linnés, vier Kamelienpflanzen (Camellia japonica L.) von seiner Japanreise aus Nagasaki in die Royal Botanic Gardens nach Kew bei London. Zwei Pflanzen gelangten anschließend nach Herrenhausen bei Hannover und Schönbrunn bei Wien, eines der Exemplare verblieb in Kew. Die vierte Kamelie kam 1770 als 30jährige Kübelpflanze nach Dresden. Sie ist heute das einzig überlebende Exemplar von Thunbergs Japanreise.
Bereits 1801 pflanzte der Hofgärtner Terscheck sie an einem Ort aus, an dem sie heute noch steht. Von Anfang an wurde sie im Winter abgedeckt, anfangs noch mit Stroh und Bastmatten, später mit Holzhäusern, die auf komplizierte Weise auf- und abgebaut sowie beheizt werden mußten.
Anfang Januar im Jahre 1905 kam es durch einen direkt am Holzhaus angebauten Heizofen zu einem Brand. Durch das bei einer Außentemperatur von -20°C Celsius zu einem Eisberg gefrorene Löschwasser wurde die Pflanze geschützt und trieb noch im gleichen Frühjahr wieder aus.
1992 erhielt die Pillnitzer Kamelie ihr neues, erstmals fahrbares Schutzhaus, in dem Temperatur, Belüftung, Luftfeuchte und Beschattung durch einen Klimacomputer geregelt werden. Das Haus ist 13,2 m hoch, wiegt 54 Tonnen und umfaßt einen Luftraum von 1864 m³.
Von Mitte Oktober bis Mitte Mai verbringt die Kamelie bei einer Temperatur von 4-6°C Celsius die kalten Monate. In der warmen Jahreszeit wird das Haus neben die Kamelie gerollt, so daß die Pflanze frei im Park steht.
Mittlerweile hat die über 250 Jahre alte Kamelie eine Höhe von 8,60 m, einen Durchmesser von fast 11m und einem Umfang von 33,6 m erreicht. Die Blütezeit fällt in die Monate Februar bis April. Die bis zu 35.000 Blüten sind glockenförmig, karminrot und duften nicht.
| Heinz Lindner ( 13.03.2012 ) |
| Ein Wermutstropfen als Anmerkung: Mit Sorge sehen wir der ab April 2012 vorgesehenen Eintrittserhebung für den Schlosspark Pillnitz entgegen. Ab April 2012 soll nach Jahrhunderten des freien Zugangs zum Pillnitzer Schlosspark nach dem Willen der sächsischen Staatsregierung, verantwortlich getragen von Prof. Dr. Georg Unland, Staatsminister der Finanzen, und unterstützt von der sächsischen CDU und FDP der Zugang zum bisher öffentlichen Pillnitzer Schlosspark nur noch mit Eintritt möglich sein. Mit der Eintrittserhebung geht die komplette Schließung von 5 der bisher 10 freien Zugänge einher. Nur 2 Zugänge sollen in beide Richtungen offen sein und 3 nur als Ausgang benutzbar werden. Damit wird der Siedlungsraum Pillnitz, in dessen zentraler Lage das Schlossareal liegt, zerstört. Diese 3 Ausgänge, als unbeaufsichtigte Ausgänge mit Drehkreuzen ausgestattet, würden ein unüberwindliches Hindernis für Rollstuhlfahrer, Eltern mit Kinderwagen und Fahrrad schiebende Bürger darstellen. Infos unter www.fpp.lindner-dresden.de Verantwortliche Stelle: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen; www.schloesserland-sachsen.de Mit Drehkreuzen ausgestattete Ausgänge würden eindeutig verstoßen gegen: 1. Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes 2. Sächsisches Integrationsgesetz – SächsIntegrG § 1 Ziele des Gesetzes (1) Ziel des Gesetzes ist es, die Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen zu beseitigen und zu verhindern … (2) Die Behörden und sonstigen öffentlichen Stellen des Freistaates Sachsen sollen im Rahmen ihres jeweiligen Aufgabenbereiches die in Absatz 1 genannten Ziele aktiv fördern und bei der Planung von Maßnahmen beachten. |
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